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UVV-Prüfung richtig organisieren: Frist, Prüfumfang und Befähigung

Nicht jedes Arbeitsmittel wird pauschal einmal jährlich identisch geprüft – und kein Kurs erzeugt allein den Rechtsstatus als befähigte Person. Prüfen Sie zuerst Aufgabe, Frist, persönliche Voraussetzungen und Prüfverfahren. Danach wählen Sie das passende Fachmodul ab 499 € netto.

  • Kostenloser Check für Ausbildung, Erfahrung und zeitnahe Tätigkeit
  • 7 arbeitsmittelbezogene Fachmodule ab 499 € netto
  • Prüffrist aus Gefährdungsbeurteilung und Spezialregel – nicht pauschal
  • Prüfauftrag, fachliche Unabhängigkeit und Dokumentation mitplanen
Technische Fachkraft prüft einen stillgesetzten Frontstapler mit Prüflicht und digitaler Checkliste

Die wichtigste Frage kommt vor der Kursbuchung

Ein Teilnahmezertifikat ersetzt keine Berufsausbildung oder Prüfpraxis

§ 2 Absatz 6 BetrSichV definiert die zur Prüfung befähigte Person über einschlägige Berufsausbildung, Berufserfahrung und zeitnahe berufliche Tätigkeit. TRBS 1203 verlangt zusätzlich, dass diese Befähigung zur Schwierigkeit und zum Umfang der konkreten Prüfaufgabe passt. Der Arbeitgeber legt die Anforderungen fest und bleibt auch bei externen Prüfern für die Auswahl einer ausreichend qualifizierten Person verantwortlich. Ein Fachkurs kann Regelwerks- und Prüfkenntnisse aktualisieren – fehlende technische Praxis aber nicht wegzertifizieren.

3 Bausteine Ausbildung, Erfahrung und zeitnahe Tätigkeit
1 Prüfauftrag konkret nach Arbeitsmittel und Prüfumfang festgelegt
499 € AiD-Preis je Fachmodul, netto

Warum AiD

Eine belastbare UVV-Organisation beantwortet mehr als die Jahresfrage

Prüfanlass, Sollzustand, Person, Verfahren und Nachweis müssen als System funktionieren.

Arbeitsmittelbestand sauber abgrenzen

Frontstapler, Hubarbeitsbühne, Kran, PSAgA oder Zurrmittel folgen unterschiedlichen Prüfgrundlagen. Die Prüfaufgabe wird deshalb nach Gerät, Bauart und Komponenten beschrieben.

Fristen fachlich herleiten

Der Arbeitgeber bestimmt wiederkehrende Fristen so, dass das Arbeitsmittel bis zur nächsten Prüfung sicher bleibt. Höchstfristen und arbeitsmittelspezifische Regeln dürfen nicht überschritten werden.

Person statt Zertifikat bewerten

Der Check trennt einschlägige Ausbildung, Erfahrung und aktuelle Tätigkeit. Erst zusammen mit arbeitsmittelbezogenen Prüfkenntnissen entsteht eine plausible Befähigungsbasis.

Ist-, Soll- und Abweichungsbewertung beherrschen

Eine Prüfung ist mehr als Sichtkontrolle: Istzustand ermitteln, mit dem festgelegten Sollzustand vergleichen, Abweichungen bewerten und das Ergebnis nachvollziehbar dokumentieren.

Mängelentscheidung unabhängig treffen

Die befähigte Person unterliegt beim Prüfergebnis keinen fachlichen Weisungen. Ein unsicheres Arbeitsmittel darf nicht aus Termin- oder Produktionsdruck freigegeben werden.

Prüfnachweise verwertbar halten

Art, Umfang, Ergebnis, Name und Unterschrift gehören in die Aufzeichnung. Bei wechselnden Einsatzorten muss der Nachweis der letzten Prüfung am Einsatzort verfügbar sein.

Kostenloser Voraussetzungen-Check

Reicht der Kurs bei Ihrer vorgesehenen Prüfperson?

TRBS 1203 verlangt drei persönliche Bausteine. Der Lehrgang ergänzt Prüfkenntnisse, kann aber Berufsausbildung und Erfahrung nicht ersetzen.

Welche Voraussetzungen sind nachweisbar?

Beantworten Sie die Punkte für die konkrete Person und genau die ausgewählte Prüfaufgabe.

Der Check ist eine Vorprüfung, keine rechtsverbindliche Feststellung. Der Arbeitgeber bleibt für Auswahl, Befähigung, Prüfauftrag und passende Prüfmittel verantwortlich.

Persönliche TRBS-1203-Bausteine

0/3 Schulung allein reicht nicht

Prüfen Sie zuerst einschlägige Ausbildung, Erfahrung und zeitnahe Tätigkeit. Der Kurs kann fehlende Berufspraxis nicht durch ein Zertifikat ersetzen.

Hinweis zur gewählten Prüfaufgabe

Bei Flurförderzeugen müssen Qualifikation und Prüfumfang zum konkreten Gerät, seinen Anbaugeräten und Sicherheitseinrichtungen passen.

Die betriebliche Beauftragung ist noch nicht mitgeplant.

Senden Sie uns Berufsabschluss, bisherige Tätigkeiten und die Arbeitsmittel-Liste. Wir sagen vor der Buchung offen, welche Lücke der Kurs schließen kann und welche Voraussetzung außerhalb des Lehrgangs liegt.

Voraussetzungen prüfen lassen

Kursvarianten

Sieben UVV-Prüfer-Fachmodule nach Arbeitsmittel

Jedes Modul ergänzt Fachkenntnisse. Ob eine Person danach beauftragt werden darf, hängt zusätzlich von ihren persönlichen Voraussetzungen und der konkreten Prüfaufgabe ab.

Frontstapler und Flurförderzeuge

Für erfahrenes technisches Personal, das wiederkehrende Prüfungen an Flurförderzeugen vorbereiten oder durchführen soll. DGUV Vorschrift 68 begrenzt den Abstand auf längstens ein Jahr.

Online-Fachmodul 499 € netto
  • Bauteile, Anbaugeräte und Sicherheitseinrichtungen
  • Prüfumfang nach DGUV Vorschrift 68
  • Mängelbewertung und Prüfnachweis
  • Persönliche Voraussetzungen separat nachweisen
Voraussetzungen prüfen

Hubarbeitsbühnen

Gerätebezogene Prüfkenntnisse für mobile und stationäre Hebebühnen. DGUV Grundsatz 308-002 beschreibt Prüfungen in Betreiberverantwortung und die Anforderungen an deren Durchführung.

Online-Fachmodul 499 € netto
  • Sicht- und Funktionsprüfung
  • Hydraulik und Sicherheitseinrichtungen
  • Bauart- und herstellerbezogene Unterlagen
  • Erfahrung mit vergleichbaren Bühnen erforderlich
Voraussetzungen prüfen

Teleskopstapler

Spezifisches Modul für mobile Maschinen mit Teleskopausleger, wechselnden Anbaugeräten und komplexer Standsicherheit – nicht einfach durch einen allgemeinen Staplerkurs abgedeckt.

Online-Fachmodul 499 € netto
  • Ausleger, Hydraulik und Lastaufnahmeeinrichtungen
  • Lenkung, Bremsen und Standsicherheit
  • Anbaugeräte und Sicherheitssysteme
  • Prüfplan aus Einsatz und Herstellerangaben
Voraussetzungen prüfen

Krane

Fachmodul für wiederkehrende Kranprüfungen. Kranart, Baujahr und Prüfanlass entscheiden, ob eine befähigte Person genügt oder zusätzlich ein Prüfsachverständiger erforderlich ist.

Online-Fachmodul 499 € netto
  • Kranart und Prüfzuständigkeit abgrenzen
  • Tragwerk, Antriebe und Sicherheitseinrichtungen
  • Prüfbuch und Mängelverfolgung
  • Keine Prüfsachverständigenqualifikation durch Basiskurs
Kranart vorab klären

Erdbaumaschinen

Für erfahrene Fachkräfte mit Bezug zu Baggern, Radladern oder vergleichbaren Maschinen. Der konkrete Maschinentyp und seine Ausrüstung bestimmen den Prüfplan.

Online-Fachmodul 499 € netto
  • Fahrwerk, Bremsen und Lenkung
  • Hydraulik, Anbaugeräte und Schutzaufbauten
  • Typische Schäden und Aussonderungsentscheidungen
  • Maschinenbezogene Dokumentation
Voraussetzungen prüfen

PSA gegen Absturz

Eigenständige Sachkunde für die Überprüfung persönlicher Absturzschutzausrüstungen nach DGUV Grundsatz 312-906. Produktgruppen und praktische Beurteilung müssen zum Auftrag passen.

Fachmodul nach Produktumfang 499 € netto
  • Gurte, Verbindungsmittel und Auffanggeräte
  • Kennzeichnung, Dokumentation und Herstellerangaben
  • Schäden und Ablegereife sicher bewerten
  • Produktspezifische Grenzen beachten
PSAgA-Umfang klären

Ladungssicherungsmittel

Für die Prüfung klar definierter Zurr- und Sicherungsmittel. Zurrgurte, Ketten, Netze oder Antirutschmaterial haben unterschiedliche Kennzeichnung und Ablegekriterien.

Online-Fachmodul 499 € netto
  • Prüfgegenstände vorab festlegen
  • Kennzeichnung und Gebrauchsfähigkeit
  • Schäden und Ablegekriterien
  • Prüfliste und nachvollziehbare Aussonderung
Prüfmittel-Liste senden

Konditionen

UVV-Prüfer-Qualifizierung ohne falsche Rechtsgarantie

Sie buchen nicht blind ein Zertifikat, sondern klären zuerst, ob das Modul zur Person und zur Prüfaufgabe passt.

Nach Vorprüfung

Ein Fachmodul

Arbeitsmittelbezogene Prüfkenntnisse für eine definierte Aufgabe

499 €

netto pro Person zzgl. MwSt.

  • Regelwerk und Prüfverantwortung
  • Prüfplanung, Mängelbewertung und Dokumentation
  • Arbeitsmittelbezogene Checklisten und Beispiele
  • Automatischer Status als befähigte Person

Voraussetzungen-Check

Vor Buchung mit Berufsabschluss, Erfahrung und Prüfaufgabe

kostenlos

unverbindliche Ersteinschätzung

  • Konkretes Arbeitsmittel abgrenzen
  • Persönliche Nachweise einordnen
  • Lücken vor der Zahlung offenlegen
  • Rechtsverbindliche Arbeitgeberentscheidung

Mehrere Prüfbereiche

Für Betriebe mit verschiedenen Maschinen- und Ausrüstungsgruppen

individuell

nach Modulen und Personen

  • Prüfmatrix nach Arbeitsmittelbestand
  • Module auf mehrere Fachkräfte verteilbar
  • Interne und externe Prüfungen kombinierbar
  • Eine Person prüft automatisch jede Technik

Nicht das Datum, sondern der sichere Zustand ist das Ziel

Sechs Festlegungen braucht jede belastbare Prüfplanung

TRBS 1201 beschreibt Prüfung als systematischen Vergleich von Ist- und Sollzustand. Die Gefährdungsbeurteilung liefert dafür den betrieblichen Rahmen.

Faktor 01

Prüfgegenstand und Systemgrenze

Inventarnummer, Bauart, Anbaugeräte, elektrische oder hydraulische Komponenten und Wechselwirkungen werden eindeutig erfasst. Sonst bleibt unklar, was die Freigabe tatsächlich umfasst.

Faktor 02

Prüfanlass

Erstprüfung nach montageabhängiger Installation, wiederkehrende Prüfung, prüfpflichtige Änderung oder außergewöhnliches Ereignis haben unterschiedliche Zielsetzungen und können andere Zuständigkeiten auslösen.

Faktor 03

Sollzustand und Prüfverfahren

Herstellerunterlagen, Rechtsvorgaben, technische Regeln und betriebliche Verwendung bestimmen den Sollzustand. Sicht-, Funktions- und gegebenenfalls Messprüfungen müssen die gesuchten Mängel zuverlässig erkennen.

Faktor 04

Prüffrist

Fristen werden so gewählt, dass sichere Verwendung bis zur nächsten Prüfung erwartet werden kann. Nutzungshäufigkeit, Umgebung, Verschleiß, Mängelhistorie und verbindliche Höchstfristen fließen ein.

Faktor 05

Befähigung und Prüfmittel

Person und Ausrüstung müssen zur Aufgabe passen. Komplexe Arbeitsmittel können mehrere Fachrichtungen oder Teilprüfungen erfordern; eine einzelne Person muss nicht jede Gefährdungsart allein abdecken.

Faktor 06

Ergebnis und Mängelprozess

Das Protokoll nennt Art, Umfang und Ergebnis. Zusätzlich braucht der Betrieb klare Regeln für Sperrung, Reparatur, Nachprüfung, Freigabe und Aufbewahrung.

Kontrolle, wiederkehrende Prüfung und Sonderprüfung unterscheiden

Variante AuslöserVerantwortliche QualifikationNachweis
Kontrolle vor Benutzung Arbeitstäglich oder vor Einsatz nach BetriebsanweisungUnterwiesene, geeignete nutzende PersonJe nach Gefährdungsbeurteilung und Regelwerk
Wiederkehrende Prüfung Schäden verursachende Einflüsse und festgelegte FristZur Prüfung befähigte Person für genau diese AufgabeArt, Umfang, Ergebnis, Name und Unterschrift
Nach Änderung oder Ereignis Sicherheitsrelevanter Umbau, Unfall, lange Stilllegung oder NaturereignisBefähigte Person; bei Spezialregeln gegebenenfalls höhere QualifikationVor weiterer Verwendung dokumentieren
Prüfsachverständigenprüfung Zum Beispiel bei bestimmten Kranen nach Art und BetriebsalterZusätzliche Anforderungen nach Anhang 3 BetrSichVSpezifischer Prüfbericht oder Prüfbuch

Eine tägliche Sichtkontrolle ersetzt keine vorgeschriebene wiederkehrende Prüfung. Umgekehrt macht ein aktueller Prüfaufkleber die Kontrolle vor Benutzung nicht überflüssig.

Kostenlos & unverbindlich

Preise vollständig vergleichen

Öffnen Sie die aktuelle Preisliste direkt nach dem Absenden. Darin sehen Sie Kursvarianten und Nettopreise auf einer einheitlichen Basis.

  • Netto-Preise transparent ausgewiesen
  • Dauer und Leistungsumfang vergleichbar
  • Inhouse-Angebot separat kalkuliert
  • Persönliche Rückfrage möglich

140+ Betriebe vertrauen AiD 4,9 auf Google

Kostenlose Preisliste

Preisliste sofort öffnen

Kostenfrei — das PDF öffnet sich direkt nach dem Absenden.

Kein Spam. Hinweise zur Verarbeitung finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Der Ablauf

Vom Arbeitsmittelbestand zur rechtssicheren Prüfbeauftragung

Die Kursentscheidung steht bewusst erst nach der Aufgaben- und Personenprüfung.

Arbeitsmittel und Prüfanlässe erfassen

Sie senden Gerätearten, Stückzahlen, Bauarten, Anbaugeräte, Standorte, bisherige Prüffristen und bekannte Spezialvorgaben. Wir bilden daraus klar abgegrenzte Prüfaufgaben.

Vorgesehene Personen prüfen

Berufsabschluss, technische Erfahrung, aktuelle Tätigkeit und bisherige Beteiligung an Prüfungen werden der jeweiligen Aufgabe gegenübergestellt.

Passendes Fachmodul absolvieren

Der Kurs ergänzt Rechtsgrundlagen, Prüfverfahren, typische Mängel und Dokumentation für das gewählte Arbeitsmittel. Offene Praxislücken bleiben ausdrücklich sichtbar.

Prüfauftrag und Prozess freigeben

Der Arbeitgeber legt Prüfgegenstand, Umfang, Frist, Prüfmittel und Befugnisse fest, beauftragt fachlich unabhängig und organisiert Mängelbeseitigung sowie Nachprüfungen.

Kursinhalte

Was die UVV-Prüfer-Fachmodule vermitteln

Die Beispiele und Checklisten wechseln je Arbeitsmittel; die Prüfmethodik bleibt nachvollziehbar aufgebaut.

1. Rechtsrahmen und Verantwortlichkeiten

  • Betriebssicherheitsverordnung, TRBS 1201 und TRBS 1203
  • Arbeitgeberpflicht, Prüfauftrag und fachliche Unabhängigkeit
  • Abgrenzung befähigte Person, sachkundige Person und Prüfsachverständige

2. Prüfplanung

  • Prüfanlässe und Fristen aus Gefährdungsbeurteilung
  • Prüfgegenstand, Systemgrenzen und Sollzustand
  • Herstellerunterlagen und arbeitsmittelspezifische DGUV-Regeln

3. Technische Prüfung

  • Sicht-, Funktions- und erforderliche Messprüfungen
  • Typische Schäden, Verschleiß und Schutzfunktionen
  • Sichere Durchführung und geeignete Prüfmittel

4. Bewertung und Entscheidung

  • Abweichungen zwischen Ist- und Sollzustand bewerten
  • Weiterbetrieb, Einschränkung, Sperrung oder Nachprüfung
  • Grenzen der eigenen Fachkunde erkennen

5. Dokumentation und Prüfpraxis

  • Mindestangaben nach § 14 BetrSichV
  • Mängelverfolgung und Nachweis am Einsatzort
  • Erhalt der Prüfpraxis durch regelmäßige Beteiligung und Weiterbildung

Wissen

Prüfpflichten und befähigte Personen vertiefen

Ratgeber zu Qualifikation, Leitern, Regalen, Hebezeugen und betrieblicher Prüfplanung.

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FAQ

UVV-Prüfung: die Fragen vor Prüfung oder Kursbuchung

Frist, Befähigung, Kurswirkung, Dokumentation und Arbeitsmittelunterschiede konkret erklärt.

Weitere Fragen? Kontaktieren Sie uns.

Was bedeutet UVV-Prüfung heute?
UVV ist die verbreitete Kurzbezeichnung für Prüfungen nach Unfallverhütungsvorschriften und dem Arbeitsschutzregelwerk. Rechtlich entscheidend sind heute unter anderem BetrSichV, Gefährdungsbeurteilung, TRBS sowie arbeitsmittelspezifische DGUV-Vorschriften und Prüfgrundsätze. Es gibt daher nicht eine identische UVV-Prüfung für alle Geräte.
Muss jedes Arbeitsmittel einmal pro Jahr geprüft werden?
Nein. § 3 BetrSichV verlangt, Art, Umfang und Frist aus Gefährdungsbeurteilung und geltenden Spezialvorgaben festzulegen. Für manche Arbeitsmittel gilt eine Höchstfrist von einem Jahr, etwa für Flurförderzeuge nach DGUV Vorschrift 68. Andere Arbeitsmittel oder Prüfanlässe haben abweichende Regeln.
Wer darf eine UVV-Prüfung durchführen?
Eine Person, deren Berufsausbildung, Erfahrung, zeitnahe Tätigkeit und arbeitsmittelbezogene Prüfkenntnisse zur konkreten Aufgabe passen. Der Arbeitgeber muss die Anforderungen ermitteln, eine geeignete Person auswählen und sie eindeutig beauftragen. Bei bestimmten Anlagen sind zusätzliche Qualifikationen oder zugelassene Stellen erforderlich.
Bin ich nach einem UVV-Prüfer-Kurs automatisch befähigte Person?
Nein. Der Lehrgang kann Fachkenntnisse zu Regeln, Prüfverfahren und Dokumentation vermitteln oder aktualisieren. Er ersetzt aber keine einschlägige technische Ausbildung, keine angemessene Erfahrung und keine zeitnahe Tätigkeit. Erst die Gesamtqualifikation bezogen auf den Prüfauftrag ist entscheidend.
Welche Berufsausbildung ist erforderlich?
TRBS 1203 verlangt eine für die Prüfaufgabe einschlägige technische Berufsausbildung oder eine andere ausreichende technische Qualifikation. Welche Abschlüsse passen, hängt am Arbeitsmittel: Elektrik, Hydraulik, Metalltechnik und komplexe Maschinen können unterschiedliche Fachrichtungen erfordern.
Wie viel Berufserfahrung braucht eine befähigte Person?
Allgemein fordert TRBS 1203 einen angemessenen Zeitraum praktischer Erfahrung mit vergleichbaren Arbeitsmitteln. Für bestimmte Gefährdungen nennt sie konkret mindestens ein Jahr, etwa bei elektrischen oder hydraulischen Komponenten. Entscheidend ist, typische Schäden, Schutzfunktionen und Prüfabläufe zuverlässig beurteilen zu können.
Was bedeutet zeitnahe berufliche Tätigkeit?
Eine aktuelle Tätigkeit im Umfeld der vorgesehenen Prüfung plus angemessene Weiterbildung. TRBS 1203 nennt für den Erhalt der Prüfpraxis die Durchführung von oder Beteiligung an mehreren Prüfungen pro Jahr. Nach längerer Unterbrechung können neue Praxiserfahrung und Aktualisierung nötig sein.
Kann der Arbeitgeber eine Person intern zur Prüfung beauftragen?
Ja, wenn sie für die konkrete Aufgabe ausreichend befähigt ist und die notwendigen Prüfmittel sowie Unterlagen erhält. Der Arbeitgeber legt Prüfgegenstand, Umfang und Frist fest. Beim Prüfergebnis darf die befähigte Person keinen fachlichen Weisungen unterliegen und wegen ihrer Prüftätigkeit nicht benachteiligt werden.
Was muss in einem Prüfprotokoll stehen?
Nach § 14 BetrSichV mindestens Art der Prüfung, Prüfumfang, Ergebnis sowie Name und Unterschrift beziehungsweise qualifizierte elektronische Signatur der befähigten Person. Für einen funktionierenden Mängelprozess kommen eindeutige Gerätedaten, festgestellte Abweichungen, Maßnahmen und Nachprüfung hinzu.
Ersetzt die Kontrolle vor Benutzung die wiederkehrende Prüfung?
Nein. Die nutzende Person kontrolliert sichtbare Mängel und sichere Funktion nach Betriebsanweisung. Die wiederkehrende Prüfung durch eine befähigte Person vergleicht den technischen Istzustand systematisch mit dem Sollzustand und bewertet Abweichungen. Beide Ebenen ergänzen sich.
Wie oft muss ein Gabelstapler geprüft werden?
DGUV Vorschrift 68 verlangt für Flurförderzeuge, Anbaugeräte und bestimmte Sicherheitseinrichtungen eine wiederkehrende Prüfung in Abständen von längstens einem Jahr. Bei hoher Beanspruchung oder festgestellten Mängeln kann die Gefährdungsbeurteilung eine kürzere Frist ergeben.
Welche Regeln gelten für Hubarbeitsbühnen?
DGUV Grundsatz 308-002 behandelt Prüfungen von Hebebühnen in Hersteller- und Betreiberverantwortung. Wiederkehrende Prüfungen umfassen regelmäßig Sicht- und Funktionsprüfungen; Bauart, hydraulische Komponenten, Herstellerunterlagen und Einsatzbedingungen bestimmen den konkreten Umfang.
Kann ein interner UVV-Prüfer jeden Kran prüfen?
Nein. Bei Kranen unterscheiden sich Kranarten, Prüfanlässe und Zuständigkeiten. Neben wiederkehrenden Prüfungen durch befähigte Personen können nach Anhang 3 BetrSichV Prüfungen durch Prüfsachverständige erforderlich sein. Ein 499-€-Fachmodul verleiht keine Prüfsachverständigenqualifikation.
Was kostet ein UVV-Prüfer-Fachkurs bei AiD?
Ein arbeitsmittelbezogenes Fachmodul kostet 499 € netto pro Person zuzüglich MwSt. Vor der Buchung prüfen wir mit Ihnen Prüfaufgabe, Berufsabschluss, Erfahrung und zeitnahe Tätigkeit, damit das Modul eine echte Wissenslücke schließt statt nur einen Nachweis zu erzeugen.
Kann das Fachmodul online stattfinden?
Die Regelwerks-, Planungs- und Dokumentationsinhalte unserer Module können online vermittelt werden. Ob zusätzlich praktische Beteiligung, Einweisung in Prüfmittel oder begleitete Prüfungen erforderlich sind, hängt von Person und Arbeitsmittel ab. Ein Online-Kurs ersetzt keine notwendige Prüfpraxis.
Sollten wir intern oder extern prüfen lassen?
Intern kann sinnvoll sein, wenn ausreichend qualifiziertes Personal, wiederkehrender Gerätebestand, Prüfmittel, Zeit und fachliche Unabhängigkeit vorhanden sind. Extern ist oft besser bei wenigen Geräten, fehlender Erfahrung, Spezialprüfungen oder höherer Qualifikationsstufe. Viele Betriebe kombinieren beide Modelle nach Prüfmatrix.

Vor dem Kurs klären, ob Person und Prüfaufgabe zusammenpassen

Senden Sie uns Arbeitsmittel, Berufsabschluss, Erfahrung und bisherige Prüfpraxis. Wir ordnen ehrlich ein, welches Fachmodul sinnvoll ist – und wo ein Kurs allein nicht genügt.